Die Kölner Heinzelmännchen

Die Frau des Schneiders wollte die Heinzelmännchen austricksen.Die Heinzelmännchen zu Köln entstammen einer Sage, die erstmals schriftlich vom Kölner Schriftsteller Ernst Weyden als kurze Prosaerzählung  veröffentlicht wurde. Wesentlich bekannter ist die Gedichtfassung des Malers und Dichters August Kopisch aus dem Jahr 1836.

Die Kölner Heinzelmännchen werden in diesen Werken als Hausgeister beschrieben, die nachts, wenn alle Menschen schliefen, deren Arbeit verrichteten. Sie waren klein und fleißig, so dass eine Verwandtschaft zu Zwergen, Wichteln und ähnlichen Fabelwesen vermutet werden kann.

Auch in zahlreichen anderen Werken der Literatur tauchen die Heinzelmännchen auf. So werden die kleinen Helfer in zahlreichen Gedichten, Kinderbüchern und historischen Beschreibungen genannt. Im Jahr 1956 wurde ein Kinderfilm gedreht, bei dem Erich Kobler die Regie übernahm. Der Film lief zunächst im Kino und war ab 1992 auf VHS erhältlich.

Das Heinzelmännchen Gedicht

In der Gedichtfassung von Ernst Weyden werden sie als „kleine nackende Männchen“ beschrieben, die unter anderem Brot backten, (Wäsche ) waschen und weitere Hausarbeiten erledigten. Bereits in dieser frühen Fassung werden die Personen genannt, denen die Heinzelmännchen helfen. Darunter ist auch der Schneider, dessen Familie die kleinen Helfer sehr zugetan schien. Im Laufe der Zeit übernahmen die Kölner Heinzelmännchen immer mehr Arbeiten für diesen und viele andere Kölner, ohne jedoch jemals gesehen worden zu sein. Der „Vorwitz“ der Schneidersfrau, welche die kleinen Wesen unbedingt einmal sehen wollte, führte letztlich zum Ende dieser angenehmen Zeit. Ihr Versuch die kleinen Männer durch Erbsen auf der Treppe zu Fall zu bringen und damit deren Flucht zu verhindern, schlug fehl. Als Reaktion verliessen die Heinzelmännchen Köln und ziehen „in gesamter Masse unter klingendem Spiele aus der Stadt“ und fuhren mit einem Schiff davon.
Mit dieser freundlichen Helfer sollen, laut Erzählung, auch die guten Zeiten für die Stadt Köln verschwunden sein.
In der wenige Jahr später erschienenen Gedichtfassung von August Kopisch werden die Inhalte aufgegriffen und in mehreren Strophen beschrieben.

Die Kölner Heinzelmännchen
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